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Essen/Vaihingen (tw). „Diese Woche will ich jetzt erst einmal keinen Tennisschläger mehr in die Hand nehmen“, scherzt Petra Dobusch (TC Doggenburg Stuttgart). „Ich fühle mich trotz allem aber relativ gut dafür, dass ich an einem Turnier teilgenommen habe, bei dem ich so viel gespielt habe.“ Vier Partien in fünf Tagen hat die Freudentalerin bei der Tennis-Hallen-DM der Senioren in Essen in der Frauen-50-Konkurrenz absolviert. Aber mit maximalem Erfolg: Dobusch, die nur an Nummer drei gesetzt war, kürte sich nach zehn Jahren zum ersten Mal wieder zur Deutschen Meisterin.

„Das war schon ein tolles Gefühl. Ich bin überglücklich, dass es wieder geklappt hat. Dabei war es kein leichtes Turnier. Ich hatte viele schwere und auch enge Spiele“, berichtet die 52-Jährige.Vor allem das Halbfinale gegen Alice Schöpp (SC Rot-Weiß Remscheid) kommt ihr da sofort in den Sinn. „Das Halbfinale hat ganze drei Stunden gedauert. Der erste Satz hat alleine schon eine Stunde in Anspruch genommen. Im zweiten hatte ich dann Probleme mit der Wirbelsäure. Sie war extrem blockiert, so dass ich den Physiotherapeuten zu Rate gezogen habe, der mir dann auch half. Im dritten Durchgang brauchte es dann drei Matchbälle, ehe ich die Partie im Tiebreak für mich entschied“, erzählt sie. Hier sei sie das erste Mal so richtig gefordert gewesen. „Schöpp ist Linkshänderin und spielt stark in die Winkel. Da muss man viel laufen – das und die langen Ballwechsel kosten enorm Kraft“, sagt die Weltranglisten-Zwölfte. Mit 6:4, 2:6 und 7:6 setzte sich Dobusch am Ende durch.

Nicht weniger dramatisch war das Finale zwischen der Nummer eins der Setzliste, Christina Wolf (TSC Mainz), und Dobusch. Die Freudentalerin startete holprig in die Partie und lag anfänglich mit 2:5 hinten, ehe sie auf 5:5 stellte. Letztlich ging der erste Satz aber mit 7:5 an Wolf. Dann legte Dobusch jedoch den Schalter um. „Es lief einfach wie am Schnürchen“, erklärt sie. Mit 6:3 und 6:1 machte sie den Sack zu.

Zuvor hatte sie sich nicht ganz so schwer getan. Jeweils nur zwei Sätze hatte Dobusch in den ersten beiden Spielen gebraucht. Trotz einer schweren Auslosung stellte sie ihre Gegnerinnen immer wieder vor unlösbare Aufgaben. Nach der zweiten Runde etwa, in der sie Gabriele Greven (Marienburger SC) mit 6:1 und 6:4 besiegt hatte, sagte ihre Gegnerin, ihr sei das Match viel zu schnell gewesen, berichtet die Freudentalerin. Im Viertelfinale setzte sich Dobusch anschließend mit 7:6 und 6:3 gegen Karola Thumm (STK Garching) durch.

Quelle: VKZ